FranzösischBienvenue et Bonjour !

Am Rudolf Stempel Gymnasium in Riesa kann Französisch ab der Klasse 5 als vorgezogene zweite Fremdsprache erlernt werden. Diese moderne Fremdsprache aus dem politisch-kulturellen Zentrum Europas kämpft seit jeher um ihre Wertschätzung an den Schulen sowie in der Schülerschaft. So attestiert man dem français sehr oft eine überdurchschnittliche Schwere im grammatischen und phonetischen Bereich.

Als besonders prominent gilt dabei die sehr abweichende Aussprache vom geschriebenen Französisch. Aber genau dies sehen wir als didaktisch-methodische Herausforderung für einen modernen und kompetenzorientierten Fremdsprachenunterricht. Mittels zahlreicher Formen des kooperativen Lernens soll es gelingen, die Lernenden für eine aktive Kommunikation in der Fremdsprache zu motivieren. Die funktional-linguistischen Grundlagen sind zwar für eine erfolgreiche Sprachmittlung notwendig, stehen aber der Rezeption und aktiven Produktion nachgeordnet. So kommt es weniger auf ein fehlerfreies Sprechen, sondern vielmehr auf die Motivation und Bereitschaft zum aktiven Sprachgebrauch an.


Die Begründung für eine sinnvolle Implementierung einer modernen westeuropäischen Sprache in den Unterricht liegt dabei besonders in der Geschichte unseres Kontinents verankert. Deutschland und Frankreich sind durch eine jahrhundertlange Streitbeziehung um Hegemonie „verbunden". Den katastrophalsten Ausgang dieser Nachbarschaft kennen wir alle. Darum ist es umso bemerkenswerter wie aus einstigen Feinden ein so erfolgreiches couple franco-allemand erwachsen konnte. Frankreich ist unser engster Verbündeter in politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragen. Diese Beziehung ist für das aktuelle Leben der Menschen in beiden Ländern sowie auch in Europa essentiell und stärkt einen nachhaltigen Frieden auf europäischem Boden.

Der kulturelle Austausch beginnt dabei bereits in den Schulen. So steht auch für uns diese Leitidee als oberstes interkulturelles Ziel beim Erlernen von Französisch als zweite Fremdsprache auf dem Plan. Darüber hinaus öffnet Französisch ebenso die Tore in eine frankophone Welt. Viele SchülerInnen entdecken oft im Unterricht, mit großem Interesse, dass Französisch weltweit von mehr als 230 Mio. Menschen gesprochen wird – ja, Französisch ist noch immer eine Weltsprache. Bei einem Besuch der französischen Überseedepartements wie beispielsweise La Réunion im südlichen Indischen Ozean oder Martinique in der Karibik ist kein Währungsumtausch von Nöten. Europa kann, zum Erstaunen vieler unserer SchülerInnen, auch 8000km fernab des eigentlichen Kontinents liegen. Darüber hinaus ist das Erlernen von Fremdsprachen in einer zunehmend vernetzten und globalisierten Welt von großer Wichtigkeit. Wir erhoffen uns des Weiteren mit Bezug zur Muttersprache sowie zum Englischen gewinnbringende Synergieeffekte zwischen den Sprachen.


Die Systematik sowie Methodik des Unterrichts ähneln in starkem Maße denen von Englisch: Das oberste Lernziel ist dabei die Fähigkeit zur sprachlichen Kommunikation (Rezeption: Gehörtes und Geschriebenes verstehen / Produktion: sich selbst schriftlich oder mündlich in der Fremdsprache mitteilen können) bei den SchülerInnen zu entwickeln und zu fördern. Auch wenn ein direkter muttersprachlicher Kontakt im Klassenzimmer nur schwer zu realisieren ist, so hilft der Einsatz moderner audio-visueller Medien diesen zumindest zu simulieren.

Eine beste Lernerfolgskontrolle könne sicherlich mit einem Schüleraustausch unternommen werden, welcher fest auf unserer Planungsagenda verankert ist. Um schülerorientiert die Fremdsprache zu thematisieren werden vor allem Themen wie Leben in Frankreich und Deutschland, Familie, Schule, Freundschaft, Liebe, Freizeit, Hobbys und andere altersgemäße Bereiche zum Unterrichtsgegenstand. Aber auch ein wenig französische Geschichte, Politik und Kultur stehen auf dem Plan. Französisch ist somit ein interdisziplinäres Unterrichtsfach.

Dem Hauptziel, eine interkulturelle Handlungsfähigkeit zu entwickeln, werden wir gerecht, indem diese Themen stets im Vergleich von der französisch-frankophonen und der deutschen Gesellschaft besprochen werden. Dabei schärft der Blick auf die andere Kultur im Besonderen den Blick auf jene hierzulande. Toleranz und Empathie helfen ferner, diese interkulturellen Aspekte mit Blick auf eines der Hauptziele von Schule – die Förderung sozialer Kompetenzen – zu entwickeln. Natürlich liegen auch einer Sprache zahlreiche fachbezogene Strategien inne, welche beim lebenslangen Lernen lernen helfen und den Erwerb auch anderer Fremdsprachen erleichtern.

Zusätzlich trägt das Fach Französisch zur Allgemeinbildung bei und verfolgt die Richtziele, die jungen Menschen zu einer allgemeinen Werteorientierung, dem Erwerb von Problemlösungsstrategien, der Kompetenz zum Wissenstransfer und zur Studierfähigkeit zu befähigen. Die Themen in den einzelnen Jahrgangstufen werden entsprechend einzelner Module/Lektionen behandelt. Die grammatischen Strukturen werden dabei parallel im Sinne eines Spiralcurriculums integriert. Das Unterrichtsprinzip ist dabei eher induktiv (SuS entdecken die neuen grammatischen Strukturen anhand konkreter Beispiele; kein frontaler Grammatikunterricht) ausgerichtet und folgt zum Großteil der Einsprachigkeit.

Im Zentrum stehen jedoch die Themenfelder und die mit ihnen beabsichtigten Kommunikationssituationen im Klassenraum. Am Ende der Sekundarstufe II verfügen die Heranwachsenden über die Niveaustufe B2+ entsprechend des europäischen Referenzrahmens. Um den Unterricht stets motivierend und auflockernd zu gestalten, kann und darf Französisch nie fernab von der berühmten cuisine française durchgeführt werden. Die kulinarischen Höhepunkte unseres Nachbarlandes sind für viele Menschen hierzulande wohl die ersten Bezugspunkte zu Frankreich. So wollen wir in jedem Lernjahr verschiedene französische oder frankophone Gerichte und Spezialitäten gemeinsam sowie selbst kochen und dabei ein besonderes Augenmerk auf die „lockere" Kommunikation miteinander legen: oh, c'est bon...

 

„Die Schule sollte es sich immer zum Ziele setzen, den jungen Menschen als harmonische Persönlichkeit und nicht als Spezialisten zu entlassen."
(Albert Einstein)

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