Naturwissenschaftliches Profil

Metaziele

Für ein wirklich fundiertes und nachhaltiges naturwissenschaftliches Gesamtverständnis (Wissen und Können) ist ein Verstehen der Basisphänomene und – gesetze von Nöten, aus denen sich alle anderen Phänomene und Gesetze ableiten.

Die Fachlehrpläne in den einzelnen Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie und auch Geographie) leisten kaum einen Beitrag zum synthetischen Gesamtverständnis der Welt.
Der naturwissenschaftliche Profilunterricht bietet d e n Raum, genau an dieser (Bau-) Stelle anzusetzen, und Natur von Grund auf, in ihrer Gesamtheit zu verstehen.
Denn nur, wer ein tiefgreifendes Gesamtverständnis der Vorgänge in der Natur und auch der Gesellschaft (beides ist auf das Engste miteinander verknüpft) besitzt, erkennt deren Wert für uns Menschen und alle anderen Lebensformen auf der Erde und ist bereit, für deren Erhalt zu handeln.

Es geht in diesem Fächerverbund darum, den SuS ein tiefes Spüren zu ermöglichen, wie Biologie, Chemie, Physik, Geographie und die Gesellschaftswissenschaften Geschichte, Soziologie, Psychologie eng miteinander verzahnt sind und deren Grenzen verschwinden zu lassen.
Hier wollen wir natürliche Phänomene als Ganzes betrachten.


Inhaltliche Schwerpunkte

Der Lehrplan dieses Faches bietet große Freiheiten, aus der Vielzahl angebotener Themen auszuwählen und auch eigene Schwerpunkte zu entwickeln und in den Fokus der Betrachtung zu nehmen.
Das Fach erstreckt sich über die Klassenstufen 8-10 und ist gegenwärtig mit noch drei Wochenstunden präsent. In den Jahrgängen 9 und 10 erfolgt zur Zeit noch die enge Verknüpfung mit der informatischen Anwendung und Umsetzung fachwissenschaftlicher Inhalte.

Klassenstufe 8

Energie:

Ouvertüre zu den insgesamt 6 geplanten Lernbereichen, um Natur überhaupt verstehen zu können. Hier geht es um eine Annäherung an dieses physikalische Basisphänomen als allgegenwärtige und bestimmende fundamentale Größe und einen sicheren Umgang mit dem allgemeinen Energiebegriff auch im Rahmen des 1. und 2. Hauptsatzes der Thermodynamik.
Dabei erlernen und festigen die SuS auch grundlegende wissenschaftliche Arbeitsmethoden wie These, Antithese und experimentellen Beweis.

Wasser-Quelle des Lebens:

Auseinandersetzung mit der natürlichen Erscheinung Wasser als essenzielle und begrenzte Lebensgrundlage aller Organismen:

  • natürliche Wasservorkommen
  • Wasserkreislauf
  • Wasser als Lebensraum
  • umfassende Untersuchung zweier heimatlicher Fließgewässer
  • Eigenschaften von Wasser
  • Wasser als Lebensmittel
  • Tier und Mensch im Wasser mit Selbstversuchen

Schutzschild Erdatmosphäre:

  • Kennenlernen dieses Phänomens als sehr dynamisches und gleichzeitig lebensgewährleistendes System
  • Von der physikalischen Schichtung und ihrer Bedeutung, über die chemische Zusammensetzung mit ihrer Bedeutung bis hin zur Wetterentstehung und zum globalen Klimawandel setzen sich die SuS mit den verschiedenen Seiten dieser „zarten Haut" unseres Planeten auseinander

Klassenstufe 9

Licht und Farben:

Ausgehend von der physikalischen Klärung des Phänomens Licht als elektromagnetische Welle, in bestimmten Energiebereichen von uns wahrnehmbar, über die Magie der Farben in der Menschheitsgeschichte, die Grundlagen der Farbenlehre bis hin zur psychologischen Wirkung, Anwendung und Nutzung von Farben bietet sich dieses Phänomen hervorragend an, die Grenzen der Naturwissenschaften zu sprengen und auch künstlerisch tätig zu werden.

Als Abschluss dieses Themenbereiches konzipieren und gestalten die SuS in 2-er-Teams einen eigenen Werbefilm zu einem Produkt ihrer Wahl und stellen ihn den anderen vor und reflektieren die Wirkung.

Klassenstufe 10

Lebensgrundlage Boden:

Von den verschiedensten Nutzungsformen dieser essenziellen und begrenzten Ressource ausgehend erkennen die SuS den Boden als ein von Stoffkreisläufen geprägtes, extrem artenreiches und sehr dynamisches System.

Land/Boden ist immer nur auf eine Weise nutzbar und die SuS setzen sich mit der Bedeutung dieser Nutzung für das Gesamtsystem Boden, die menschliche Gesellschaft, aber auch für das komplexe Ökosystem Erde auseinander.

Discover the cosmos:

Astronomische Beobachtungen, sowie die Abrundung des Gesamtverständnisses der natürlichen Vorgänge auf der Erde und im Kosmos aus der chronologischen Gesamtentwicklung des Universums heraus bilden den logischen Abschluss der Themenreihe.

Ausgehend vom heute beobachtbaren Universum stellt sich an dieser Stelle die Frage: „Wo kommen wir her und wo gehen wir hin?", womit wir dem altersgemäß verstärkten Interesse der SuS an philosophischen Fragestellungen gerecht werden wollen.

Eine erste Begegnung mit der Urknall-Theorie und der Bedeutung des fundamentalen physikalischen Phänomens Masse bzw. der Masse-Energie-Beziehung erweitern den naturwissenschaftlichen Horizont der SuS und machen ihnen bei der Betrachtung solcher Phänomene wie Rote Riesen, Weiße Zwerge, Hypernovae, Pulsare, Schwarze Löcher und Quasare den Wert unseres Heimatplaneten umso deutlicher.


Besonderheiten unserer Schule

Eine erste Besonderheit ist das eigens entwickelte Gesamtkonzept dieses Faches.
Des weiteren versuchen wir die Inhalte so anschaulich und praktisch wie möglich zu vermitteln, um die Nachhaltigkeit der Wissens- und Könnens-Inhalte sicherzustellen.

Dazu finden eine Vielzahl von Exkursionen statt:

  • Riesaer Abwasserkläranlage Gröba
  • Elbe-Jahna-Gebiet
  • Wasserwerk Riesa
  • Farblabor und Farbstoffsammlung der TU Dresden
  • Ökolog. Exkursion Hecke Canitz (Boden)
  • Erfassung von Bodennutzungsformen (Versiegelungsgrad) in Riesa-Weida
  • Sternennacht
  • Institut für Teilchenphysik der TU Dresden

Außerdem ist der Unterricht durch einen hohen Anteil an Schülerexperimenten geprägt.
Um nur einige zu nennen:

  • hydrologische Untersuchungen
  • Untersuchung der Eigenschaften von Wasser
  • Selbstversuche zu Auftriebs u. Absink, sowie Strömungsverhalten des menschl. Körpers
  • Wirkung von „saurem Regen" auf die Keimung von Kressesamen
  • langfristige Wetterdatenerfassung und Auswertung
  • Farben und Symbolik als Gruppenidentifikation
  • Bodypainting usw.

  • Enge Verknüpfung fachwissenschaftlicher Inhalte mit informatischer Umsetzung und Auswertung

„Human survival and well-beeing could depend on success in elevating sustainable development to a global ethic... The next few decades are crucial. The time has come to break out of patterns....But to keep options open for future generations, the present generation must begin now, and begin together."
"Our common future" – Brundtland-report 1987

"Menschliches Überleben und Wohlergehen könnte von dem Erfolg, nachhaltige Entwicklung zu einer globalen Ethik zu erheben, abhängen....Die nächsten paar Jahrzehnte werden entscheidend sein. Es ist an der Zeit, vergangene Muster zu durchbrechen....Doch um Möglichkeiten für zukünftige Generationen zu bewahren, muss die gegenwärtige Generation einen Anfang machen und muss dies gemeinschaftlich tun."
„Unsere gemeinsame Zukunft" – Brundtland- Report 1987

 


Naturwissenschaftliches Profil am Christlichen Gymnasium Rudolf Stempel Riesa

Für ein fundiertes und nachhaltiges naturwissenschaftliches Verständnis (Wissen und Können) ist ein Verstehen der Basisphänomene und –gesetze von Nöten, aus denen sich alle anderen Phänomene und Gesetze ableiten.
Der naturwissenschaftliche Profilunterricht soll den Raum, Natur von Grund auf, in ihrer Gesamtheit zu verstehen, eröffnen. Denn nur, wer ein tiefgreifendes Gesamtverständnis der Vorgänge in der Natur und auch Gesellschaft (beides ist auf das Engste miteinander verknüpft) besitzt, erkennt deren Wert für uns Menschen und alle anderen Lebensformen auf der Erde und ist bereit, für deren Erhalt zu handeln.

Dafür einen Beitrag zu leisten, soll entsprechend des zentralen Lehrplans die Erweiterung der allgemeinen, naturwissenschaftlichen Bildung im Zentrum stehen, sozusagen als Metaziel über allen Teilzielen des naturwissenschaftlichen Profilunterrichtes unserer Schule stehen. Ziel ist es, praxisorientiert zu lernen, zu experimentieren, selbstständig in die verschiedenen Gebiete der Natur einzudringen, eine Beziehung zu den Gebieten aufzubauen und sie dadurch zu verstehen. Daraus können eigene Perspektiven (im Hinblick auf die Ethik eigenen Handelns, der Gesellschaft oder darüber hinaus auch berufliche Perspektiven) erwachsen.

Rückmeldung aus den Schülerevaluationen der zurückliegenden Jahre (skaliert nach Zeugnisnoten 1-5):

Kriterium

Klasse 8 (2015)

Klasse 8 (2016)

Klasse 9 (2016)

Klasse 10 (2017)

 

 

 

 

 

abwechslungsreicher Unterricht

1,36

2,08

1,86

1,4

 

 

 

 

 

praxisnaher Unterricht (Exkursionen, Experimente o.ä.)

1,75

1,54

1,36

1,66

 

 

 

 

 

wesentlicher Beitrag zum Grundverständnis von naturwissenschaftlichen Phänomenen

1,36

1,85

1,86

1,33

 

 

 

 

 

Befragt wurden alle Schülerinnen und Schüler des Kurses

 

Schülerfeedback als Ergänzung zu den Fragen:

Schülerin (Kl.8): „Ich denke, dass Sie es geschafft haben, viele, die am Anfang gegen das NAWI-Profil waren, davon zu überzeugen, wie wichtig und interessant dieses Fach ist und das ist echt eine schwierige Aufgabe."

Schüler (Kl. 8): „Ich finde den NAWI-Unterricht gut, weil man so den Zusammenhang zwischen Physik, Chemie und Biologie verstehen lernt."

Schüler (Kl. 8): „NAWI...das ist ein Fach mit Informationen, die man auch im späteren Leben mal brauchen kann."

Schülerin (Kl.9): „Ich denke, dass das NAWI-Profil gut umgesetzt wird und es werden viele Zusammenhänge deutlich gemacht. Es ist angenehm zu lernen, wenn nicht nur Theorie im Unterricht behandelt wird."

Schüler (Kl. 9): „Ich hoffe, dass es weiterhin so viel Spaß macht und wir nicht von dieser tollen Unterrichtsform abweichen."

Schüler (Kl. 10): „Anfangs habe ich geschimpft, dass ich den NAWI-Unterricht besuchen muss. Doch im Nachhinein war es gar nicht schlimm und an vielen Stellen sogar hilfreich."

Schülerin (Kl. 10): „Der NAWI-Unterricht war sehr schön und kreativ gestaltet. Ich würde das Profil wieder wählen."

 

FAZIT (Schülerin Kl. 8): „NAWI kann rocken!!!"

„Die Schule sollte es sich immer zum Ziele setzen, den jungen Menschen als harmonische Persönlichkeit und nicht als Spezialisten zu entlassen."
(Albert Einstein)

Kontakt

Christliches Gymnasium „Rudolf Stempel“
Lange Straße 51
01587 Riesa

Telefon: 03525 5183800
Telefax: 03525 51838014

Sekretariat Frau Ulbricht E-Mail schreiben
Schulleitung Frau Dr. Tellisch E-Mail schreiben

SCHNUPPER-UNTERRICHT

Interessierte Schüler laden wir jederzeit herzlich zum Schnupperunterricht ein. Zur individuellen Terminabsprache wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat unter:

Telefon: 03525 5183800

Schüleraustausch 2017/2018 Irland

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