Das Projektfach VerantwortungLernen durch Engagement

„Differenzialrechnung, Romantik, Kinetik - Deutschlands Abiturienten haben ein spezifisches Fachwissen, wenn sie die Schule verlassen. Leider mangelt es oft an sozialen Kompetenzen, die im späteren Beruf enorm wichtig sind."
(Quelle: Scoyo ElternMagazin)

„Soft Skills sind beim Berufseinstieg zunehmend gefragt. Bildungsexperten fordern, Schlüsselqualifikationen schon in der Schule gezielt zu vermitteln."
(Quelle: ZEIT online)

Verantwortung - Soft Skills

Als innovative Schule ist es unser Auftrag, die Herausforderungen, die unsere Schüler nach dem Abitur erwarten, in den Blick zu nehmen und sie nach unseren Möglichkeiten darauf vorzubereiten. Dazu kann das von uns vermittelte Allgemeinwissen nur zu einem gewissen Teil beitragen. Die viel größere Herausforderung für die jungen Menschen besteht darin, sich in der Studien- und Berufswelt zu orientieren, sich zu behaupten und darin zu bestehen. Dazu benötigen sie „Soft Skills", wie Teamfähigkeit, Kommunikation und Selbstvertrauen. Neben der Vermittlung dieser Fähigkeiten im Fachunterricht haben die Schüler unserer Schule dazu eine besondere Möglichkeit – Das Projektfach Verantwortung.

In Klassenstufe 7 beginnen unsere Schüler im Umfang von einer Wochenstunde im Sinne des Service-Learnings ein Tätigkeitsfeld außerhalb der Schule zu finden, in dem sie Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen können. Dies geschieht z.B. durch die unterstützende Tätigkeit in Kindergarten oder Hort, durch Hausaufgabenbetreuung für jüngere Schüler oder die Unterhaltung von Senioren in Wohn- und Pflegeheimen. Die Hilfe unserer Schüler wird an vielen Orten gern gesehen. Während dieser Tätigkeit sind die Schüler über die Schule unfallversichert.

In der Klassenstufe 8 suchen sich die Schüler eine neue Herausforderung für das Absolvieren ihrer „Verantwortung". In Ausnahmefällen ist es dabei auch möglich, schulinterne Verantwortungsfelder zu übernehmen, wie z.B. den Küchendienst, den Bibliotheksdienst oder die Verantwortung für die schuleigenen Laptops.
Bei ihrer Suche nach einem geeigneten Tätigkeitsfeld und der Durchführung ihrer Verantwortung werden unsere Schüler durch Lehrer unterstützt. Im Vordergrund steht jedoch das eigenverantwortliche Handeln der Schüler, das Überwindung, Kommunikationsfähigkeit und Zuverlässigkeit voraussetzt. Regelmäßig reflektieren die Schüler ihre Tätigkeit im Klassenverband und mit der betreuenden Lehrkraft. Hier werden die Nachweise der Arbeit besprochen, können Probleme angesprochen oder kreative Ideen ausgetauscht werden. Die betreuende Lehrkraft hält auch den Kontakt zu den Einrichtungen, in denen die Schüler tätig sind. Am Ende eines jeden absolvierten „Verantwortungs"-Schuljahres erwartet die Schüler eine Auszeichnung auf dem Zeugnis. Herausragende Leistungen im Projektfach Verantwortung werden auch auf dem Abiturzeugnis vermerkt und können bei der Bewerbung um eine Ausbildung förderlich sein.


Verantwortung Klasse 9

Entsprechend des Schulkonzeptes ist es uns ein besonderes Anliegen, der Übernahme von Verantwortung durch unsere SchülerInnen auch im schulischen Bereich Raum zu geben, um ihre Entwicklung zu verantwortungsvollen Menschen anderen und sich selbst gegenüber zu unterstützen.

In Klasse 9 steht der verantwortungsvolle Umgang sich selbst gegenüber im Fokus: Während des ersten Schulhalbjahres befassen sich die Lernenden innerhalb dieser Unterrichtsstunden mit ihrer Zukunftsperspektive, ihren beruflichen Möglichkeiten. Insofern bewerben sie sich für einen selbstgewählten Praktikumsplatz, besprechen Besonderheiten während des Vorstellungsgespräches sowie im Umgang mit Arbeitgebern und Personal, planen ihren zweiwöchigen Praktikumsaufenthalt (im Anschluss an die Winterferien) und erhalten in diesem Rahmen gleichsam die Möglichkeit, eine Praktikumsmappe kriteriengeleitet anzufertigen.

Im zweiten Halbjahr dienen diese Unterrichtsstunden der detaillierten Konzeption des Projektes „Herausforderung", das gleich zu Beginn des neuen Schuljahres stattfinden wird. Während der Verantwortungsstunde suchen sich die Lernenden nun ihre individuelle Herausforderung (beispielsweise das Zurücklegen einer 280 km langen Strecke mit dem Fahrrad, einer Hunderte Kilometer langen Paddeltour über die Elbe oder Ähnlichem), bei der sie über sich selbst, ihre körperlichen und willentlichen Grenzen, hinauswachsen können, mit Situationen konfrontiert sein werden, in denen sie sich eventuell nicht im Alltag wiedergefunden hätten, diese aber nun erstmalig meistern müssen und mittels derer sie gestärkt aus ihnen hervorgehen können. Insofern planen die SchülerInnen ihre Herausforderung unter Berücksichtigung eines festgesetzten Budgets und aller möglichen Widrigkeiten, um die Theorie ein paar Monate später in die Praxis umsetzen zu können.

So unterschiedlich sich die individuellen Herausforderungen auch gestalten - mit Stolz und Selbstvertrauen, auch Bewusstwerdung und Wertschätzung der selbstverständlichen, alltäglichen Gegebenheiten wie beispielsweise abwechslungsreichem Essen, einem warmen Schlafplatz, der Verlässlichkeit auf die Eltern bei schwierigen Situationen (ein erwachsener Begleiter mit Notfallhandy ist stets an ihrer Seite) oder auch dem uneingeschränkten Mediengebrauch (TV, Smartphone, Computer, etc.) sind in diesem Jahr alle teilnehmenden Jugendlichen aus ihrer Herausforderung zurückgekehrt.
Bei der Planung und Durchführung wünschen wir erneut jedem einzelnen Teilnehmenden eine motivierte Planungsphase und eine erfolgreiche Umsetzung mit Momenten, die ein Wachsen seiner Persönlichkeit fördern.


Facharbeits-Methodenwoche in Klassenstufe 10

Gemäß der Sächsischen Verordnung für Gymnasien erbringen die Schüler eine besondere Leistung in Form einer Facharbeit in der Klassenstufe 10. Sie wählen sich dazu selbstständig ein Fach, einen betreuenden Lehrer und ein Thema.
Um sie mit der wissenschaftlichen Arbeitsweise vertraut zu machen, werden ihnen in einer Facharbeits-Methodenwoche alle wichtigen Kompetenzen näher gebracht. Schuljahresbegleitend haben sie neben mehrfachen Konsultationen der betreuenden Fachlehrer die Möglichkeit, aufkommende Fragen in der Verantwortungs-Stunde zu stellen und über ihren Arbeitsstand zu reflektieren.

Folgende Themen werden u.a. in der Facharbeits-Methodenwoche behandelt:

  • Die Grundlagen der Formalia einer wissenschaftlichen Arbeit
  • Die Recherche: Vom Buch, der Fachzeitschrift und der Internetnutzung (inklusive Besuch SLUB)
  • Das Bibliographieren nach wissenschaftlichen Standards
  • Das Erstellen einer Arbeitsgliederung
  • Grundlagen der Arbeitsorganisation für die Erstellung einer Facharbeit
  • Das Exzerpieren von Fachtexten

Die Schüler werden auf diese Weise nicht nur auf die Facharbeit, sondern auch auf das Erstellen erster wissenschaftlicher Arbeiten an den Hochschulen und Universitäten vorbereitet.

 

„Die Schule sollte es sich immer zum Ziele setzen, den jungen Menschen als harmonische Persönlichkeit und nicht als Spezialisten zu entlassen."
(Albert Einstein)

Kontakt

Christliches Gymnasium „Rudolf Stempel“
Lange Straße 51
01587 Riesa

Telefon: 03525 5183800
Telefax: 03525 51838014

Sekretariat Frau Ulbricht E-Mail schreiben
Schulleitung Frau Dr. Tellisch E-Mail schreiben

SCHNUPPER-UNTERRICHT

Interessierte Schüler laden wir jederzeit herzlich zum Schnupperunterricht ein. Zur individuellen Terminabsprache wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat unter:

Telefon: 03525 5183800