Qualifikationsphase Sekundarstufe II

Die gymnasiale Oberstufe – Die letzten Schritte auf dem Weg ins Studien- und Berufsleben

„Die Schule sollte es sich immer zum Ziele setzen, den jungen Menschen als harmonische Persönlichkeit und nicht als Spezialisten zu entlassen." (Albert Einstein)

Dieses Zitat bildet auch die Grundlage für unser Konzept der Sekundarstufe II am Rudolf Stempel Gymnasium Riesa. Auf den Weg ins spätere Studien- und Berufsleben wollen wir unsere Schüler als verantwortungsvolle, allgemein gebildete und kompetente junge Menschen entlassen. In dieser zweiten Phase der gymnasialen Bildung verfolgen wir als staatlich anerkannte Ersatzschule sowohl die rechtlichen Grundlagen zur Organisation der Oberstufe und des Abiturs in Sachsen als auch unsere schuleigene Vorstellung vom lebenslangen und selbstorganisierten Lernen. Unser Ziel als Schule der Potenzialentfaltung ist es durch personalisierte Beratung und Betreuung die individuellen Interessen und Begabungen unserer Schüler zu fördern und vorhandene Schwächen gezielt zu überwinden, so dass jeder, der bereit ist mit uns gemeinsam den Weg zum Abitur zu gehen, auch ans Ziel kommt. Hierzu gehören insbesondere auch Schüler, die nach dem erfolgreichen Realschulabschluss an unser Gymnasium wechseln.

Auf dem Weg lassen wir unsere zukünftigen Abiturienten nicht allein, sondern ermöglichen Selbstständigkeit und Selbstverantwortung, wo es möglich ist, und beraten und unterstützen, wo es nötig ist. Beratungsfunktion in der Sekundarstufe II übernimmt zum einen der Oberstufenberater, der u.a. zur Kurswahl, zur Belegpflicht, zur BELL sowie zur Durchführung der Abiturprüfung und zur Wahl der Abiturprüfungsfächer berät. Ebenso hilfreich wie bereits in der Sekundarstufe I fungiert in der Oberstufe der Tutor als betreuender Pädagoge und beratender Fachmann auf dem Weg durch die Abiturzeit. Er wird von jedem Abiturienten selbst gewählt und behält gemeinsam mit seinem Schützling u.a. die die Leistungen, das Lernverhalten, die Fehlzeiten sowie die Wiederholung von Tests und Klausuren im Blick.

Der Unterricht in der Oberstufe ist in Kursen organisiert. Im Sinne der angestrebten allgemeinen Bildung und Studierfähigkeit sind die Fächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen Grundlage für alle späteren Studienbereiche. Sie sind aus diesem Grunde unbedingt belegpflichtig. Entsprechend ihren Neigungen und Interessen können unsre Schüler aus einem breiten Angebot von Grund- und Leistungskursen wählen. Grundkurse vermitteln dabei Grundlagen von Fach- und Methodenkompetenzen, während Leistungskurse eine Art Vorstufe späterer Fachseminare darstellen. Hier erfolgt der Unterricht auf einem erhöhten Anforderungsniveau und mit einer wissenschaftspropädeutischen Ausrichtung. Das genaue Kursangebot richtet sich auch nach der Interessenlage der Schüler unserer späteren Oberstufe, die seitens der Schulleitung frühzeitig abgefragt wird. Sie entscheidet auch über das konkrete Kursangebot. Ein Anspruch auf die Einrichtung eines Kurses auf Wunsch des Schülers besteht nicht. Grundsätzlich ist jedoch die Wahl folgender zwei Leistungskurse aus dem Bereich 1 und 2 möglich:

  • Leistungskursfach 1: Deutsch oder Mathematik
  • Leistungskurfach 2: Physik, Englisch, Religion oder Geschichte.

In den beiden Leistungskursfächern erfolgt der Unterricht aufgrund des erhöhten Anforderungsniveaus im Umfang von 5 Wochenstunden. Für den Unterrichtsumfang in den Grundkursen gilt folgende Regelung:

  • Deutsch und Mathematik jeweils 4 Wstd.
  • eine fortgeführte Fremdsprache oder die in der Klassenstufe 10 begonnene Fremdsprache 3 Wstd.
  • (Werden 2 fortgeführte Fremdsprachen als Grundkurse belegt, ist die fortgeführte Fremdsprache mit 3 Wochenstunden zu belegen, die der Schüler später begonnen hat.) und
  • alle übrigen Fächer jeweils 2 Wstd.

Bei der Belegung von Fächern in der Oberstufe gilt bei aller Wahlmöglichkeit eine gewisse Belegpflicht, die dem Leitbild der allgemeinen Bildung und dem Erwerb der Studierfähigkeit entspricht. Die Wochenstundenanzahl jedes Schülers beträgt in der Oberstufe 35 Wochenstunden.

Unser schuleigenes Verständnis vom Lernen soll die Lernenden zum lebenslangen Wissens- und Kompetenzerwerb ermuntern. In der gymnasialen Oberstufe spielt daher das selbstständige, verantwortungsvoll geplante und reflektierte Arbeiten eine verstärkte Rolle. Dies gelingt nach unserem Dafürhalten besonders in Lernumgebungen, die Schüler in ihrer Eigenständigkeit respektiert und ihnen die Möglichkeit zum eigenen Verstehen durch Praktizieren und Organisieren bietet. Hierfür ermöglichen wir Phasen des Lernens mit und von Experten, sowie das Lernen im Projekt. Ebenso wichtig ist uns das vernetzte Lernen, das durch Fächerübergreifende und -verbindende Projekte möglich wird. Im Sinne des fächerverbindenden Lernens und der persönlichen Orientierung bieten wir unseren Schülerinnen den fächerverbindenden Grundkurs „Auf dem Weg ins Berufsleben" an, der Schüler bei der Studien- und Berufswahl unterstützen und auch bereits auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereiten soll.
Vertiefende Lernerfahrungen ermöglichen auch die Kursfahrten, die verpflichtend in Klasse 11 und 12 durchgeführt werden. Sie stellen eine (vorwiegend) vom Leistungskurs ausgehende vertiefende Bildungsreise dar. Über den zeitlichen Rahmen entscheiden Kursleiter und Schulleitung.

Bei der Gestaltung und Umsetzung von Unterrichtssituationen in der Sekundarstufe II liegt der Fokus auf der Entwicklung und Vertiefung von Kompetenzen. Hierzu gehören neben den fachlichen auch die sozialen, personellen und methodischen Kompetenzen, die sich jeder Schüler aneignet. Die Kompetenzentwicklung unterstützend erfolgt die Unterrichtsorganisation weitgehend Kompetenz- und Zielorientiert. Dies ermöglicht den Schülern eine aktive Mitgestaltung der Lehr-Lernprozesse und eine Reflexion ihres eigenen Fortschritts auf dem Weg zum Abitur. Zur Vertiefung der methodischen Kompetenz, die eines der zentralen Elemente der späteren Studierfähigkeit darstellt, wird ein schulinterner Methodenkanon implementiert, der den Schülern einheitliche Maßstäbe an die Hand gibt.

„Die Schule sollte es sich immer zum Ziele setzen, den jungen Menschen als harmonische Persönlichkeit und nicht als Spezialisten zu entlassen."
(Albert Einstein)

Kontakt

Christliches Gymnasium „Rudolf Stempel“
Lange Straße 51
01587 Riesa

Telefon: 03525 5183800
Telefax: 03525 51838014

Sekretariat Frau Ulbricht E-Mail schreiben
Schulleitung Frau Dr. Tellisch E-Mail schreiben

SCHNUPPER-UNTERRICHT

Interessierte Schüler laden wir jederzeit herzlich zum Schnupperunterricht ein. Zur individuellen Terminabsprache wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat unter:

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